Qualität gedruckter Barcodes sicher stellen

Barcode-Qualität wird spätestens dann zum Thema, wenn für den Barcode-Druck Etikettendrucker zum Einsatz kommen. Sind die beliebten Etikettendrucker von Zebra, Brother, Dymo, Datamax und anderen Herstellern auch hervorragend für diesen Zweck geeignet, ja mitunter dafür geschaffen, erhält man um so schlechtere Barcodes als bei der Verwendung von "normalen" DIN A4-Druckern, wenn man einen wichtigen Aspekt nicht gebührend berücksichtigt (bzw. ungeeignete Software verwendet).

Dieser besteht in der niedrigen Auflösung, welche Etikettendrucker im Vergleich zu ihren Schreibtisch-Genossen i.d.R. mitbringen. Typischerweise hat man es mit Auflösungen von etwa 203x203 sowie 300x300 bis maximal 600x600 dpi zu tun. Welche Auswirkungen hat dies nun genau auf den Barcode-Druck?

Dazu einmal ein Blick mit der Lupe auf den eigentlichen Vorgang. Ein zu bedruckendes Etikett wird von einem Drucker als eine Fläche mit rechteckig angeordneten Punkten gesehen:

Druckfläche aus der Sicht eines Druckers
Bild 1: Ein zu bedruckendes Medium aus der Sicht eines Druckers

Dabei kann der Drucker jeden Punkt stets entweder vollständig in einheitlicher Farbe bedrucken oder abermals vollständig unbedruckt belassen. Es ist also nicht möglich, einen Punkt z. B. nur zur Hälfte zu bedrucken, während die andere Hälfte leer bleibt oder in einer anderen Farbe bedruckt wird.

Dieser technische Umstand führt dazu, dass etwa eine zu zeichnende Linie, deren Breite normalerweise dem 2,7-fachen der Breite eines Druckpunktes entspricht, auf dem Ausdruck unweigerlich entweder auf 2 Punkte ab- oder auf 3 Punkte aufgerundet wird:

Zwei gleich breite Linien vor und nach dem Druck
Bild 2: Zwei gleich breite Linien vor und nach dem Druck

Hier kommt nun der negative Effekt zum Vorschein, den es im Zuge der Sicherung der Barcode-Qualität zu berücksichtigen und zu beheben gilt. Er kann indes je nach Fall unterschiedlich starke Auswirkungen haben: Druckt man weniger empfindliche Barcodes wie Code 39 oder 2 of 5 Interleaved ausreichend groß auf einem Laser- oder Tintenstrahldrucker, ist die Auswirkung minimal und kann vernachlässigt werden. Sollen hingegen Barcodes vom Typ GTIN-13 oder Code 128 mit Hilfe eines niedrigauflösenden Thermotransfer-Etikettendruckers aufs Etikett gebracht werden, so besteht definitiv Handlungsbedarf. Denn die Auswirkungen des beschriebenen Effekts können bei solch einer Konstellation recht schnell in einen Bereich kommen, in dem der fertige Barcode für einen Scanner entweder nur noch schwer oder gleich gar nicht mehr lesbar ist.

Lösung

Zur Lösung dieses Problems gibt es einen einfachen mathematischen Ansatz: Die Breiten sämtlicher Striche und Lücken in einem Barcode müssen unter Wahrung etwaiger Proportionen bereits vor dem Druck so angepasst werden, dass sie dem mehrfachen Ganzen der jeweiligen Druckpunktgröße entsprechen. Dadurch entfällt beim späteren Druck jedwedes Auf- und Abrunden, sodass sämtliche Proportionen auf dem Ausdruck exakt wiedergegeben werden. Wird diese Maßnahme getroffen, so spielt die Auflösung des verwendeten Druckers für die Qualität der Barcodes keinerlei Rolle mehr.

(In Kauf genommen werden muss dabei lediglich, dass im Zuge solch einer Anpassung naturgemäß auch die Gesamtbreite des Barcodes sich geringfügig vergrößert oder verkleinert.)

Barcode Forge

Genau diesen Weg geht unser Barcode-Programm. Dabei erledigt es alles Notwendige selbstständig, ohne dass der Anwender das bisher Beschriebene im Detail nachvollziehen muss, ja sogar ohne dass er sich um die Barcode-Qualität überhaupt kümmern muss; ihm wird lediglich eine einmalige Eingabe der Auflösung des von ihm verwendeten Druckers abverlangt:

Druckerauflösung hinterlegen
Bild 3: Druckerauflösung hinterlegen
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